SD Karte: Hardware oder Software Fehler - zurücksenden oder Debuggen

TomponTompon Member
bearbeitet 15. März in Fehlersuche

Hallo,
ich habe vor 1-2 Monaten eine SD Karte bei Conrad gelauft (SanDisk Extreme Pro® microSDXC-Karte 256 GB Class 10, UHS-I, UHS-Class 3, v30 Video Speed Class A2-) und als Betriebssystem Partition für eine Raspberry Pi 4 mit Ubuntu for Raspberry eingerichtet. Alles lief Problemlos, meine Mutter sollte das Gerät als Desktop verwenden (mit Passivem Kühl-Gehäuse). Am Anfang hat das Problemlos funktioniert, aber nach 1-2 Wochen wurde es immer langsamer. Als meine Mutter mich bat mal nachzusehen, hat es zwar noch gebootet, aber ein Browser ließ sich schon nicht mehr öffnen, ohne Fehlermeldung. Einfach als wäre das Betriebssystem unendlich langsam. Danach kamen Fehler beim Booten, bis es sich gar nicht mehr starten ließ.
Ein Analyse der SD Karte (extern über meinen Laptop) gab folgende Fehlermeldung aus:

"writable: recovering journal
Superblock needs_recovery flag is clear, but journal has data.
Run journal anyway? yes
fsck.ext4: unable to set superblock flags on writable

writable: ********** WARNING: Filesystem still has errors **********

Lässt das auf ein Hardware-Problem mit der Karte schließen?
Und wäre das dann ein Garantiefall?

Beste Grüße,
Thomas Pondelek

Beste Antwort

Antworten

  • Michael_conradMichael_conrad Member ✭✭✭

    Hallo @tompon,
    so etwas kann unterschiedliche Gründe haben. Auch ist die Speicherkarte zum Speichern von Videos etc. ausgelegt. Ein Einsatz als Festplatte ist eigentlich nicht vorgesehen. Weiterführende Infos über SD-Karten werden in der Dokumentation von Raspberrypi.org gefunden.
    In der Hoffnung ein bisschen dunkel in das Thema gebracht zu haben
    Gruss aus dem Norden
    Michael

  • TomponTompon Member

    Hallo Michael,
    danke für die Infos. Ich werde mich wohl nochmal tiefer in die Materie einarbeiten müssen, bevor ich wieder weiter daran arbeite die Raspberry Pi als Desktop einzusetzen. Ich glaube da ist der erste Link von Dir als erster Ansatz recht hilfreich.

    Offen bleibt aber die Frage, ob und wie ich einen Hardwaredefekt der SD Karte ausschließen kann.
    Sollte es sich um einen Hardwaredefekt handeln, würde es sich ja um einen Garantiefall handeln, oder sehe ich das falsch?
    Weder aus dem Datensheet, noch aus der Dokumentation zur Raspberry Pi geht hervor, dass die Karte nicht auch als Systempartition verwendet werden kann. Auch wenn der Einsatz für Kameras beworben wird, ist es ja erstmal ein einfaches Speichermedium.
    "Compatible with microSDHCTM and microSDXCTM supporting host devices Includes adapter for compatibility with full size SDTM/ SDHCTM/SDXCTM devices"

    Ich habe bei der Auswahl der Karte auch nicht geraten, sondern bin der Empfehlung hier gefolgt: https://www.pcwelt.de/ratgeber/Raspberry-Pi-4-als-Desktop-Alltagstauglich-oder-nicht-10850135.html

    Auch die Dokumentation auf der Raspberry Pi Seite bezieht sich das Betriebssystem Raspbian - nicht auf Ubuntu for Raspberry. Auch geht hieraus jetzt nicht hervor, das die gekaufte SD Karte für den Anwendungsfall nicht geeignet ist (selbst wenn dem so ist bzw. sein könnte, wie es im ersten Link im Forum diskutiert wird).

    Also ob es sich hier eindeutig um einen Anwendungsfehler handelt, wage ich zu bezweifeln. Ich sehe das jetzt eher wie ein designiertes, neues Stadtauto das nach 200km auf der Autobahn einen Motorschaden hat.

    Ich würde jetzt als nächstes gerne klären, ob überhaupt ein hardwareseitiger Defekt vorliegt und falls ja, im zweiten Schritt ob es sich um einen Garantiefall handelt.

    Oder ist es sinnvoller die Karte gleich als Garantiefall bei Conrad einzuschicken?

    Beste Grüße,
    Thomas

  • Michael_conradMichael_conrad Member ✭✭✭

    Hallo @Tompon,
    ich empfehle eine kurze Anfrage unter [email protected], zusammen mit einem Link zu diesem Thread sowie Angaben wie Kundennummer und die ursprüngliche Auftragsnummer/Kassenbon.
    Gruss aus dem Norden
    Michael

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