Community Geschäftsmodell

Hi zusammen,

hier ein Vorschlag, der allen nutzen könnte.

So geht's:

Aus KUNDEN-Sicht

1. Such dir ein Produkt aus dem Online Shop was du gut findest und kaufen willst.
Du siehst neben dem Standardpreis einen rabattierten Preis, den du zahlst, wenn jemand zweites auch kauft.
2. Die Möglichkeit/das Spiel/das Ziel ist, den Rabatt durch die Größe der Käufergruppe hochzutreiben.
3. Du und die Käufergruppe kriegen ein gutes Produkt für einen günstigen Preis :-)

Aus CONRAD-Sicht

Durch die Bündelung von Einkaufsmengen genießt ihr Vorteile, die ihr mit der Community teilen könnt. Für den Community-Teil des Geschäftsmodells gilt:
1. Ihr könnt größere Mengen und damit günstigere Einkaufspreise bei euren Lieferanten erzielen
2. Ihr könnt schlankere Kosten haben:
- keine Ladenmiete / vergleichsweise geringe Serverkosten
- ihr seid beliebig skalierbar, damit verdünnt ihr eure Kosten
- geringe Reklamekosten, wenn die Kunden echte Vorteile erzielen und ggf. Kunden von außerhalb in die Community bringen
- geringere Beratungs/Verkaufskosten weil ihr den Aufwand nicht 1:1 mit jedem Kunden sondern 1:n mit Gruppen habt
- geringeres Risiko habt, weil eine Community nicht so schnell wechselt wie ein einzelner Kunde (bessere Kundenbindung)

Wäre das was?

Ich freue mich über konstruktive Kommentare / Verbesserungen / Anregungen / bereits existierende Beispiele für Gruppeneinkaufs-Modelle.

Viele Grüße
Nils

P.S.

Für Interessierte:

Was ist der Rahmen?

Im analogen Zeitalter haben sich Unternehmer auf die Organisation des VERKAUFs konzentriert.
In den Anfängen der Digitalisierung ist dieser Ansatz perfektioniert worden, Stichwort Amazon usw.

Im digitalen Zeitalter können sich Unternehmer auf die Organisation des EINKAUFs (bzw. der Konsumenten) konzentrieren.

Was ist der Vorteil von EINKAUF ggü. VERKAUF?
1. Bedarf bündeln --> Mengenrabatte
2. geringere Marketing Kosten
3. geringeres Risiko
4. schlanke Kosten

Diese Vorteile sind systematisch, deshalb meine ich, dass sich die EINKAUFs Orientierung neben der VERKAUFs Orientierung etablieren wird.

Ist das schon alles?

Es gibt viele Varianten. Interessant ist die Gestaltung der Mitbestimmung der Konsumenten und der Transparenz der Wertkette. Konsumenten sind darüber hinaus nicht profit-orientiert (weil sie kein Geld beim Einkaufen verdienen) und sie sind vergleichsweise frei in der Priorisierung ihrer Werte (günstiger Preis, Qualität, Fairness, Nachhaltigkeit, usw.). Für kleine Geschäfte könnte ein Community Ansatz in Zeiten wie Corona einen guten Anker im Geschäft bilden.
Das große Ganze nenne ich "Community basierte Geschäftsmodelle" oder auch "Pull-Geschäftsmodell" (im Unterschied zu Push-Modellen, die Güter in den Markt drücken).

Gibt es reale Beispiele?

Das erfolgreichste Beispiel ist derzeit Pinduoduo aus China.
Pinduoduo wurde 2015 gegründet und hat nach eigenen Angaben 585 Mio Nutzer. Der Gründer Colin Huang hat einen interessanten Artikel gepostet "Turning Capitalism upside down". Auf Youtube findet ihr Interviews, Demos wie die App funktioniert usw.
In Deutschland kenne ich bisher kein ähnliches Geschäftsmodell. (Wer sich an Groupon erinnert - daraus ist eine Schnäppchen-Werbeplattform ohne Community geworden.) Hier ein Blog Beitrag: https://blog.lengow.com/de/alles-was-haendler-ueber-pinduoduo-chinas-neuen-e-commerce-leader-wissen-muessen/

Warum poste ich das bei CONRAD?

Um Einsicht zu gewinnen. Conrad könnte mit der Community die Voraussetzungen für ein EINKAUFs-zentriertes Geschäftsmodell bieten. Mit überschaubarem Aufwand und geringem Risiko ließe sich das testen. Wenn's klappt ist es gut, wenn nicht ist nicht viel verloren. Vielleicht ist der Community Ansatz auch für einige Startups interessant und sie könnten den hier sehen.

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