Ist eine 100-W-Lötstation 150°C bis 450°C anstelle eines Lötkolben 30 W max. 300°C auch einsetzbar?

LarryVonLarryVon Member
bearbeitet 6. Oktober in Sonstige Themen

Für Fein-Lötarbeiten an einer Bausatz-Platine wird der Einsatz eines Lötkolbens bis zu 30 W und max. 300°C gefordert. Kann hierzu auch eine regelbare 100 W Lötstation im Temperaturbereich 150°C bis 450°C zum Einsatz kommen oder führt die 70 W Leistungs-Differenz zu möglichem Ablösen von Lötaugen bzw. Leiterbahnen?

Beste Antwort

  • goatygoaty Moderator mod
    Antwort ✓

    Genau. Wobei da weniger Drähte das Ziel der Lötungen sein dürften, als anspruchvolle Lötstellen auf PLatinen mit großen Masseflächen und Bauteilen mit großen Metallflächen.

Antworten

  • goatygoaty Moderator mod
    bearbeitet 6. Oktober

    Nein, die Leistung des Lötkolbens benennt ja lediglich die Heizleistung, also die Fähigkeit die Wärme die in die Lötstelle abfließt nachzuliefern. Je größer die thermische Masse einer Lötstelle, desto mehr Leitung wird benötigt um die Solltemperatur aufrechtzuerhalten.

    Das Ablösen der Lötaugen passiert bei zu großer Hitze (über 350 Grad braucht man selten) und zu langem Lötvorgang (etwa 5 sekunden pro Lötstelle sollten reichen), was unabhängig von der Leitung des Lötkobens ist.

  • LarryVonLarryVon Member

    Heißt das somit, bei einem dickeren Lötdraht und z.B. einem stärkeren anzulötenden Drahtes fließt mehr Wärme in die Lötstelle aufgrund der größeren thermischer Masse, sodass man wg. der höheren Leitung folglich auch leistungsstärkere Stationen bzw. Kolben benötigt? Was schließlich auch die unterschiedlichen Leistungen bei den Geräten rechtfertigt.

  • goatygoaty Moderator mod

    Ich hab die Anleitung vom Bausatz auch nochmal angesehen. Das ist schon ein sehr lange existierendes Design um den ICL7107, und die Beschreibung wurde auch schon lange nicht mehr angepasst. Vor allem das bleihaltige Lot 60/40 gibt es ja nur noch selten.

Anmelden oder Registrieren, um zu kommentieren.