Suche 3D-Drucker der MR-tauglichen Druck erzeugt

PatGalPatGal Member experte
bearbeitet 22. April in 3D-Druck

Hallo Zusammen,

ich bin auf der Suche nach einem 3D-Drucker der MR- bzw. MRT-tauglichen Druck für die Forschung erzeugt. Das Problem, das ich mit bisherigen Druckerzeugnissen hatte, war dass im Kunststoff Spuren von vermutlich Eisen drin waren. Das führt zu Bild- und Datenartefakte die die Forschung unmöglichen machen.

Hat da jemand eine Idee, woher die metallischen Verunreinigungen kommen könnten? Ich habe die Extruderdüse aus Metall im Verdacht. Gibt es Modelle, die mit einem Keramik Extruder arbeiten? Oder kommen die Verunreinigungen möglicherweise aus den Filament?

Falls ihr dazu Ideen oder Ratschläge habt, wäre ich euch sehr dankbar!

Beste Grüße
Patrik

Beste Antwort

  • Marc_ConradMarc_Conrad Moderator moderator
    bearbeitet 21. April Antwort ✓

    Bei Düsseldorf muss ich dich leider enttäuschen. Die Filiale gibt es schon eine ganze Weile nicht mehr. Aber in Hürth gibt es eine spezielle Business Filiale (passt ja in dem Fall sehr gut.)
    https://www.conrad.de/de/filialen/huerth.html
    Diese ist auch nicht von den Schließungen Ende des Jahres betroffen. Da hast du also dauerhaft jemanden als Ansprechpartner. ;-)

    Schreibe da einfach eine Mail an [email protected]
    oder auch gerne an den Chef persönlich [email protected]

    Die können dir auf jeden Fall weiterhelfen.

    Beispiel Anwendung für dich:

    • Ultimaker S5 (oder S3, je nach benötigter Druckgröße)
    • Kimya PK1003TQ PEKK-A Filament PEEK Filament
    • Ultimaker Printcore CC 0.4 (Wichtig!)
    • Magigoo 3D-Klebestift

    Was du auch noch mal schauen kannst, in Bezug auf die angesprochene SLA Technik:
    https://formlabs.com/de/materials/medical/
    Die haben sehr viele Varianten für den Medizinischen Bereich. Aber da bin ich als Nicht-Mediziner überfragt was du nutzen kannst. :-D Die haben aber für alles entsprechende Zertifikate um zu schauen, ob es in deinem Bereich eingesetzt werden kann.

    Beispiel Anwendung SLA:

    • Formlabs Form 3B Komplett Set
    • entsprechende Resin
    • Isopropanol Reinigungsflüssigkeit

    Das ganze übersteigt dann halt doch die Möglichkeiten in Sachen Beratung die wir hier in dem Forum haben.

    Viele Grüße aus der Filiale Bremen
    Marc

    edit: Extruderrädchen aus Keramik kenne ich nicht fertig. Wenn du die Möglichkeit der Herstellung hast: Ja prinzipiell machbar. Mit dem oben genannten Weg fährst du aber auf Dauer besser. Da sollte man nicht am falschen Ende sparen.

Antworten

  • ChristianChristian Administrator admin

    Hallo @PatGal, lass mal @goaty draufschauen, der könnte eine Antwort für dich haben.

  • goatygoaty Experte experte

    Danke für das Vertrauen @Christian, aber das ist dann doch viel zu speziell für mein Wissen.
    Aber nicht nur die Extruderdüse, sondern vor allem das Transportrad hätte ich im Verdacht, das ist ein gezahntes Rädchen, das seitlich das Filament packt und vorantreibt in das Hotend (den Ofen).

  • Marc_ConradMarc_Conrad Moderator moderator

    Hallo @PatGal

    Wie von @goaty schon angemerkt kommt es sehr wahrscheinlich von dem Extruderrädchen.
    Die sind in der Regel seit 2-3 Jahren immer aus Metall. Alternative Extruder aus anderen Materialien habe ich noch nicht gesehen. (Nicht im Consumerbereich)
    Dies kann man aber auch mit einer etwas geringeren Spannung vom Extruderrädchen auf das Filament schon lösen.

    Du hast geschrieben du hast eine Metalldüse verwendet. Darf ich frech nachfragen welche genau?
    Bei einer Messingdüse wäre es klar, das es auch daher Verunreinigungen gibt. (sind arg weich).
    Ansonsten gibt es noch die guten MicroSwiss Düsen. Die sind gehärtet. Aber auch hier kann es je nach Filament zu Verunreinigungen kommen. Sonst fällt mir noch die BROZZL Ruby Düsen ein. Ansich auch aus Messing, aber mit anderer Spitze.
    Wenn du es nur mit einer anderen Düse testen willst: Schreibe doch mal an MicroSwiss, ob die noch abseits vom Consumer Bereich Düse im Sortiment haben, die du nutzen könntest.
    https://store.micro-swiss.com/pages/contact

    Weitere "Metall"-Quelle: Die Rolle (Das Rohmaterial) ansich. Auch diese laufen durch zig Maschinen und können Verunreinigungen beinhalten. Hast du mal ein Stück vom Filament unverarbeitet getestet?

    Vielleicht schreibst du uns auch noch mal dein getestetes Setup, damit wir hier etwas mehr im Bilde sind, was du schon genau verwendet hast. :-)

    Viele Grüße aus der Filiale Bremen
    Marc

  • PatGalPatGal Member experte

    Vielen Dank für die zahlreichen Kommentare und Tipps!

    Ich habe noch etwas über das mögliche Extruder-Problem nachgedacht; das der erhitze Kunststoff in Kontakt mit den heißen Metall kommt, sollte an sich kein Problem sein. Wir haben in der Vergangenheit immer wieder Acryl gebohrt und gesägt. Das wurde auch gut heiß und hatte zumindest bisher keine Probleme gemacht. In sofern sollte der Kontakt mit dem Extruder-Rädchen auch kein Problem sein.

    Ich muss zugeben, dass ich ein absoluter 3D-Drucker-Neuling bin. Der Pilotversuch ist etwas länger her und der 3D-Drucker war von einem Kommilitonen. Insofern weiß ich nicht mehr, welches Filament und welche Extruderdüse verwendet worden ist. Aber wenn @Marc_Conrad meint, dass Messingdüsen üblich sind, kann ich mir tatsächlich vorstellen, dass das der springende Punkt gewesen ist.

    Ich hatte im Netz gesehen, dass es zahlreiche 3D-Drucker aus der Implantattechnik gibt, die auch MR-taugliche Druckerzeugnisse erstellen. Die Preise für solche Gerätschaften sind zwar recht massiv, aber es scheint zumindest möglich zu sein.

    Gibt es Filamenthersteller die die Zusammensetzung Ihres Filaments besonders detailiert angeben? Letzendlich kann ich beim 3D-Drucker sicherstellen, dass ich geeignete Materialien verwende. Nur das Filament scheint dann eine Blackbox meines Problems zu sein.

  • Marc_ConradMarc_Conrad Moderator moderator

    Hallo @PatGal

    das mit dem Extruderrädchen kann schon sehr gut sein. Wenn dies zu stramm eingestellt ist, sieht man richtig, wie es am Filament fräst.
    Solltet ihr aber einen einfachen Consumer Drucker (ala Creality Ender Reihe vermute ich mal) benutzt haben, sind die Verunreinigungen kein Wunder. Die Qualität der Bauteile sind halt nicht die besten und gerade so ein Rädchen kann da verschleißen. Für den Otto-Normal Anwender komplett vernachlässigbar, aber in deinem Bereich leider fehl am Platz.

    Die von dir angesprochenen Drucker in der Zahnmedizin, basieren auf einer anderen Technik. Dort werden hauptsächlich DLP/SLA Drucker verwendet. Da wird mittels flüssigen Harz die einzelnen Schichten per UV-Licht ausgehärtet.
    Dabei lassen sich super feine Strukturen verwirklichen. Und das auch deutlich schneller.
    FDM Drucker haben eine Auflösung von max. 0.005; DLP/SLA Drucker fangen da erst an. Runter bis 0.001 ist möglich.
    Die Kosten sind dabei aber deutlich höher. Für den Medizinbereich freigegebene Resine kosten gerne mal mehrere 100 € je Liter.

    Aus welcher Gegend kommst du denn genau? Eventuell kann ich dir einen Ansprechpartner in der Nähe empfehlen um dir das mal auch optisch genauer zeigen zu können inkl. entsprechenden Angebot.
    Oder ich mach Euch eins für eure Firma per E-Mail.

    Viele Grüße aus der Filiale Bremen
    Marc

  • PatGalPatGal Member experte

    Hallo @Marc_Conrad

    ist so ein Extruderrädchen komplex? Oder könnte man das ggf. einfach mit einem geeigneten Rädchen (aus beispielsweise Keramik) ersetzen?

    Bei den 3D-Drucker in der Implantattechnik habe ich eher an Implantate aus der Neuro- und Wirbelsäulenchirurgie gedacht. Die verwenden wohl PEEK als Kunststoff. Das ist zwar MR-tauglich, allerdings auch biokompatibel und stellt besondere Anforderungen an den Drucker, wenn ich das richtig verstehe. Das macht die ganze Sache teurer, als sie letztendlich sein muss. (https://www.k-zeitung.de/chirurgie-vom-mrt-direkt-zum-3d-druck/)

    Ich komme aus Düsseldorf und die Conrad-Filiale ist auch nicht weit weg. Wenn es da jemanden gibt, der sich auskennt, wäre es super. Dann würde ich da mal vorbei schauen.

  • Marc_ConradMarc_Conrad Moderator moderator
    bearbeitet 21. April Antwort ✓

    Bei Düsseldorf muss ich dich leider enttäuschen. Die Filiale gibt es schon eine ganze Weile nicht mehr. Aber in Hürth gibt es eine spezielle Business Filiale (passt ja in dem Fall sehr gut.)
    https://www.conrad.de/de/filialen/huerth.html
    Diese ist auch nicht von den Schließungen Ende des Jahres betroffen. Da hast du also dauerhaft jemanden als Ansprechpartner. ;-)

    Schreibe da einfach eine Mail an [email protected]
    oder auch gerne an den Chef persönlich [email protected]

    Die können dir auf jeden Fall weiterhelfen.

    Beispiel Anwendung für dich:

    • Ultimaker S5 (oder S3, je nach benötigter Druckgröße)
    • Kimya PK1003TQ PEKK-A Filament PEEK Filament
    • Ultimaker Printcore CC 0.4 (Wichtig!)
    • Magigoo 3D-Klebestift

    Was du auch noch mal schauen kannst, in Bezug auf die angesprochene SLA Technik:
    https://formlabs.com/de/materials/medical/
    Die haben sehr viele Varianten für den Medizinischen Bereich. Aber da bin ich als Nicht-Mediziner überfragt was du nutzen kannst. :-D Die haben aber für alles entsprechende Zertifikate um zu schauen, ob es in deinem Bereich eingesetzt werden kann.

    Beispiel Anwendung SLA:

    • Formlabs Form 3B Komplett Set
    • entsprechende Resin
    • Isopropanol Reinigungsflüssigkeit

    Das ganze übersteigt dann halt doch die Möglichkeiten in Sachen Beratung die wir hier in dem Forum haben.

    Viele Grüße aus der Filiale Bremen
    Marc

    edit: Extruderrädchen aus Keramik kenne ich nicht fertig. Wenn du die Möglichkeit der Herstellung hast: Ja prinzipiell machbar. Mit dem oben genannten Weg fährst du aber auf Dauer besser. Da sollte man nicht am falschen Ende sparen.

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