Kalibrierung VOLTCRAFT FM-300 Materialfeuchtemessgerät

fairtvfairtv Member
bearbeitet 20. September in Messen, Steuern, Regeln

Das VOLTCRAFT FM-300 Materialfeuchtemessgerät habe ich schon ein paar Jährchen und nutze es für Brennholzmessungen, gelegentlich.
Beim letzten Start verlosch die Anzeige langsam, Bedienung war nicht möglich.
Nach dem Öffnen habe ich u.a. ein Spindel(-poti?) gefunden. Ein paar Drehungen später war die Anzeige wieder stabil da.

Jetzt stehe ich vor dem Problem der Kalibrierung.
Man kann diese (jeweils Temperatur und Feuchte) mittels in der Kappe integrierter Kontakte überprüfen.
Die Anzeige sollte dann jeweils einem bestimmten Bereich liegen - wenn nicht sagt die Anleitung lapidar: "Liegen die Werte außerhalb dieses Bereichs, sollte das Gerät neu kalibriert werden.".
Leider sagt sie aber nicht wie :-(

Der von Conrad angebotene Kalibrierservice (nach DIN) ist sicher toll, liegt aber preislich oberhalb 80% der angebotenen Geräte. Im Sinne der Conradkampagnie "Reparieren statt Wegwerfen" würde ich das Messgerät gerne wieder an den Start bringen.

Über das Spindelpoti kann ich einen Wert (Temperatur oder Feuchte) so in den Normbereich bringen, dann haut mir aber der andere Wert weit außerhalb ab. Oder ich lande am Ende der Spindel.

Weiss jemand wie das geht, oder hat eine Anleitung dazu?

Viele Grüße,
fairtv

Beste Antwort

  • goatygoaty MünchenExperte experte
    bearbeitet 26. September Antwort ✓

    Gibt es mehr als ein Poti ?
    Wenn nicht, würde ich sagen, daß es so wie du es versucht hast richtig ist.
    Die Meßspitzen auf die Testflächen halten und das Poti vorsichtig verändern bis der %-Wert stimmt.
    Dabei natürlich nichts mit der Hand anfassen (Gummihandschuhe), da das ja den Wert verändert.

    Ich vermute bei den Kontakten "T-T" und "B-B" handelt es sich um Widerstände die im Deckel (?) eingebaut sind.
    Man könnte zusätzlich mittels Multimeter überprüfen, ob die Widerstände in Ordnung sind.
    Vermutlich sind diese sehr hochohmig, daher muß man beim Kalibrieren sehr sauber arbeiten.
    Es darf sicher keine Feuchtigkeit, oder Schmutz irgendwo auf dem Gerät sein.

    Hier ein Beispieldiagramm, für einen Widerstand-/Feuchte-Verlauf:
    (Man sieht daß die Widerstandswerte bei rel. trockenem Holz sehr schnell über viele Megaohm hinauswachsen)

Antworten

  • ChristianChristian Administrator admin
    bearbeitet 20. September

    Hallo @fairtv, anbei die Erklärung zur Kalibrierungsüberprüfung:

    Quelle: Bedienungsanleitung VOLTCRAFT FM-300 Materialfeuchtemessgerät, Seite 9

  • Hallo Christian,

    danke, aber genau das ist der Abschnitt, der nur die Überprüfung beschreibt und eben mit "... sollte das Gerät kalibriert werden." endet.
    Dass es außerhalb liegt weiß ich ja - nur leider eben nicht wie dann eine Kalibrierung durchzuführen wäre.
    Ein Gerät zum NP von 80€ für 98,01€ zur Kalibrierung einzuschicken erscheint mir ebenso wenig eine Option wie wegwerfen.
    Nachdem Conrad sich ja mit "EcoVadis CSR" rühmt, wäre es nun an der Zeit das auch wahr zu machen.

    Viele Grüße,
    fairtv

  • ChristianChristian Administrator admin

    Hallo @fairtv, wie genau stellst du dir die Hilfe vor?

  • Hallo Christian,

    Ich hoffe, dass in einer großen Community es jemanden geben könnte, der mehr Ahnung oder Erfahrung in dieser Sache hat, als ich.

    Vielleicht gibt es einen verdeckten Trimmer,
    oder man muss eine bestimmte Abfolge einhalten,
    oder es geht nur mit den externen Prüfspitzen auf eine bestimmte Weise,
    oder es ist bei bestimmten Werten halt doch einfach nur noch E-Schrott.

    Vielleicht hat ja auch jemand eine Kalibrieranweisung für dieses oder ein ähnliches Gerät?

    Viele Grüße,
    fairtv
    ... ist für Reparieren statt Recyclen

  • Conrad/Voltcraft müssten doch eine Kalibrieranweisung für das Gerät haben?

    Nachdem man schon Ladengeschäfte und direkten Support abgeschafft hat, aber seine Nachhaltigkeit so betont, wäre es doch jetzt angebracht diese Anleitung zu veröffentlichen?

    Viele Grüße,
    fairtv

  • goatygoaty MünchenExperte experte
    bearbeitet 26. September Antwort ✓

    Gibt es mehr als ein Poti ?
    Wenn nicht, würde ich sagen, daß es so wie du es versucht hast richtig ist.
    Die Meßspitzen auf die Testflächen halten und das Poti vorsichtig verändern bis der %-Wert stimmt.
    Dabei natürlich nichts mit der Hand anfassen (Gummihandschuhe), da das ja den Wert verändert.

    Ich vermute bei den Kontakten "T-T" und "B-B" handelt es sich um Widerstände die im Deckel (?) eingebaut sind.
    Man könnte zusätzlich mittels Multimeter überprüfen, ob die Widerstände in Ordnung sind.
    Vermutlich sind diese sehr hochohmig, daher muß man beim Kalibrieren sehr sauber arbeiten.
    Es darf sicher keine Feuchtigkeit, oder Schmutz irgendwo auf dem Gerät sein.

    Hier ein Beispieldiagramm, für einen Widerstand-/Feuchte-Verlauf:
    (Man sieht daß die Widerstandswerte bei rel. trockenem Holz sehr schnell über viele Megaohm hinauswachsen)

  • ok, danke - jetzt habe ich es einigermassen hinbekommen.
    Wichtig war noch, wirklich den Bereich A einzustellen.

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