Weller bleifreies Lötzinn: schmilzt erst bei 350°C statt bei 240°C

elektronikfreakelektronikfreak Member
bearbeitet 11. November in Sonstige Themen

Ich benutze bleifreies lötzinn SN0,6/CU0,05/NI3,5% original von weller.
In den datenblatt steht ein schmelzpunkt von ca.240 grad celsius.
Nun ist es aber so das ich an meiner neuen Weller 1010 lötstation mindestens 360 grad celsius (laut anzeige)einstellen muss damit das lötzinn schmilzt.
Ist das normal oder stimmt da irgendetwas mit meiner lötstation nicht ?
Weller ist doch eigentlich eine sehr zuverlässige Marke.
Bleihaltiges zinn ist mir zu schädlich.
Danke schon mal.

Getaggt:

Beste Antwort

  • goatygoaty MünchenExperte experte
    bearbeitet 12. November Antwort ✓

    Ich würde ein Thermoelement an multimeter nehmen und messen, falls möglich. Hm seltsam.
    Allerdings: auch mit verbleitem Lot steht meine Station niemals auf weniger als 310 Grad. Würde ich mir also erstmal keine Gedanken machen.
    Aber verstehen würde ich schon gerne.

    Edit: ich hab jetzt keine Antwort bei Google gefunden, gehe aber davon aus, das die eingestellte Temperatur am Lötkolben stimmt, jedoch diese direkt an der Spitze und in der Lötstelle abnimmt.
    Das dürfte schwer zu berechnen sein, ist aber immer niedriger als die eingestellte Temperatur.
    Daher die Diskrepanz zwischen Schmelzpunkt und Lötkolben Temperatur.
    Auch der Wärmeübergang hat einen Widerstand, der die Temperatur weiter senkt.

Antworten

  • goatygoaty MünchenExperte experte

    Wenn man ein kleines Stück Lötzinn auf die Lötspitze tut sollte es bei knapp über 240 wohl schmelzen.
    Beim richtigen Löten sinkt die Temperatur natürlich erstmal ab, durch die Wärmekapazität der Lötstelle, und es dauert bis die Regelung die Temperatur wieder erreichen kann.

  • Hab ich gemacht.Bei 240 grad celsius ein bisschen lötzinn auf die spitze gegeben.
    Passiert nichts.Auch nicht bei 250,260,300 grad.
    Erst bei 350 grad schmilzt es.
    Kann das sein das die Displayanzeige nicht stimmt ?

  • goatygoaty MünchenExperte experte
    bearbeitet 12. November Antwort ✓

    Ich würde ein Thermoelement an multimeter nehmen und messen, falls möglich. Hm seltsam.
    Allerdings: auch mit verbleitem Lot steht meine Station niemals auf weniger als 310 Grad. Würde ich mir also erstmal keine Gedanken machen.
    Aber verstehen würde ich schon gerne.

    Edit: ich hab jetzt keine Antwort bei Google gefunden, gehe aber davon aus, das die eingestellte Temperatur am Lötkolben stimmt, jedoch diese direkt an der Spitze und in der Lötstelle abnimmt.
    Das dürfte schwer zu berechnen sein, ist aber immer niedriger als die eingestellte Temperatur.
    Daher die Diskrepanz zwischen Schmelzpunkt und Lötkolben Temperatur.
    Auch der Wärmeübergang hat einen Widerstand, der die Temperatur weiter senkt.

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